Seenot / Strandung / Rettungswesen

Solange Menschen Meere befahren, leben sie mit der Bedrohung durch Sturm und Brandung. Das äußerst gefährliche Seegebiet rund um die Inseln mit seinen Riffs und Strömungen ist schon manchem Schiff zum Verhängnis geworden, und deshalb säumen hunderte von Schiffswracks, teils auf, teils unter dem Sand, die Region der Deutschen Bucht.

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Aus früheren Zeiten ist bekannt, dass Schiffsstrandungen nicht nur durch Naturereignisse und falsches Navigieren, sondern auch durch gewollte Einwirkungen durch Küsten- oder Inselbewohner herbeigeführt wurden. Es genügte oftmals schon, ein See-zeichen zu entfernen oder ein Feuer zu löschen, um ein Schiff stranden zu lassen. Man brauchte dann nur zu warten auf die Gelegenheit, um es ausrauben zu können.

Mitte der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts begann sich der eenot-Rettungsgedanke unter den Küstenbewohnern auszubreiten. 1861 wurde auf Juist die erste Station der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger eingerichtet. Bei vielen hundert Rettungsfahrten mutiger Juister Männer,teilweise im offenen Boot, wurden viele Menschen vor dem Tod durch Ertrinken bewahrt.

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